
Schüleraustausch zwischen der Heinrich-von-Brentano-Schule und der GSS Mikulov
18. Mai 2026
DELF
21. Mai 2026Am 29.04.2026 besuchten 19 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10
der Heinrich-von-Brentano Schule die Gedenkstätte Hadamar. Der Ausflug war mehr als nur eine Exkursion – er war eine eindrückliche Begegnung mit der Geschichte und ein wichtiger Beitrag zur politischen, historischen und religiösen/ethischen Bildung.
Die Gedenkstätte erinnert an die Verbrechen der nationalsozialistischen „Euthanasie“- Programme, bei denen Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen systematisch ermordet wurden. Während der Führung erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die historischen Hintergründe, die Abläufe vor Ort sowie die Schicksale einzelner Opfer. Besonders ihre persönlichen Geschichten machten deutlich, wie wichtig es ist, sich mit diesem Teil der Geschichte auseinanderzusetzen. Es wurde deutlich, dass der Besuch nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zum Nachdenken über Werte und Verantwortung angeregt hat. Begriffe wie Menschenwürde und Ausgrenzung wurden greifbar und konnten auch konkret auf heutige gesellschaftliche Fragestellungen bezogen werden. Ein solcher außerschulische Lernort leistet einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur. Gerade in einer Zeit, in der historische Ereignisse für junge Menschen immer weiter in die Ferne rücken, ist es entscheidend, diese aktiv erfahrbar zu machen. Es ist wichtig Orte wie Hadamar zu besuchen, um das Gedenken bewusst aufrechtzuerhalten. Zugleich wurde deutlich, dass Erinnerung nicht nur Rückblick bedeutet, sondern auch Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft einschließt. Die Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Vergangenheit sensibilisiert für den Schutz der Menschenrechte und stärkt das Bewusstsein dafür, wie wichtig ein respektvolles und solidarisches Miteinander ist. Ermöglicht wurde die Fahrt durch die finanzielle Unterstützung des Landes Hessen und dem Förderverein der Heinrich-von-Brentano-Schule. Solche Förderungen tragen wesentlich dazu bei, dass Bildungsangebote dieser Art für alle Schülerinnen und Schüler zugänglich bleiben. Der Besuch hat gezeigt: Gedenkkultur lebt vom Erinnern, vom Verstehen – und davon, dass wir daraus Konsequenzen für unser eigenes Handeln ziehen. Sie fordert uns auf, Verantwortung zu übernehmen und uns aktiv für eine gerechte, menschenwürdige und solidarische Gesellschaft einzusetzen.
Anna Maria Müller, Fabian Kolodziejczyk








