Welche Ressourcen zur Förderung von Stärken und Schwächen stehen zur Verfügung?

Zu Beginn der Klasse 5 ermitteln die Lehrkräfte des Jahrgangs 5 den Lernstand in den Fächern Deutsch und Mathematik. Weiterhin wird beobachtet, über welche Lernstrategien, Methoden, Arbeits- und Sozialverhalten die Schülerinnen und Schüler verfügen.
Resultierend daraus wird in der Förderkonferenz nach den Herbstferien festgestellt, welche Kinder welche Angebote benötigen. Hierbei werden sowohl die Stärken, als auch die Schwächen besprochen und Rückschlüsse für den Unterricht gezogen.

In den höheren Klassen werden Lernstandserhebungen in Deutsch, Englisch und Mathematik durchgeführt. Die Ergebnisse dienen dazu, dass Lehrkräfte ihre eigenen Wahrnehmungen überprüfen, mit anderen Lerngruppen abgleichen und die eigene Unterrichtsarbeit überprüfen können. Kinder und Eltern erfahren, wie die Leistungen im Vergleich zu anderen hessischen Schülern einzuschätzen sind. Resultierend aus diesen Ergebnissen werden Rückschlüsse auf die Struktur und Inhalte der Förderung abgeleitet und idealer Weise Lernzielvereinbarungen mit Schülern geschlossen.

Förderstunden

Auf dem Schaubild (siehe Präsentation 777 KB) kann man erkennen, wie die Förderstunden in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Deutsch als Zweitsprache in den schulische Vormittag integriert werden.

Lese-Rechtschreibförderung

Die Förderstunden, die üblicherweise für die Lese-Rechtschreibförderung zur Verfügung stehen, wurden als zusätzliche Deutschstunde der ganzen Klasse im Stundenplan zugewiesen. Die Lehrkräfte für das Fach Deutsch entscheiden gemeinsam mit dem Kind, welche Arbeitsangebote sinnvoll sind und in welchem zeitlichen Rahmen sie zu bearbeiten sind. Kinder, die keine Förderung im Fach benötigen, bearbeiten in dieser Zeit andere, ihnen entsprechende Aufgaben.

Wir gehen davon aus, dass Förderung primär innerhalb der Lerngruppe, während der allgemeinen Unterrichtszeit stattfinden sollte. Wir haben in den letzten Jahren festgestellt, dass zusätzliche Förderstunden, ausgerechnet für die schwachen Lerner, oftmals eine Überforderung darstellen, besonders, da sie meist erst am Ende eines langen Schulvormittags stattfinden. Hinzukommt, dass sich diese Kinder oftmals durch die Teilnahme stigmatisiert fühlen und diese Förderstunden nicht als förderlich wahrgenommen werden.

Hausaufgabenbetreuung

An vier Wochentagen werden feste Hausaufgabengruppen angeboten. Die Kinder einer Gruppe gehen zunächst gemeinsam mit der Betreuungsperson Mittagessen und arbeiten anschließend der Klassenräume an ihren Aufgaben. Dadurch, dass die Gruppen eine feste Bezugsperson haben und die Betreuung in bekannter Umgebung stattfindet, besteht mehr Verbindlichkeit der Gruppenmitglieder und die Möglichkeit der Einübung von hilfreichen Ritualen. Die Betreuer kennen die Kinder und wissen wo Stärken und Schwächen liegen. Materialien können im Klassenraum bleiben, die Hausaufgabentafel zeigt an was zu tun ist und Klassenkameraden können unterstützen.

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