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Lehrer und Schüler, Speis und Trank, Lions-Quest und allerhand Programm

Ein Zeitungsbericht von Elisa Renheimer.

Es war wieder soweit: Am Samstag den 24. November veranstaltete die Heinrich-von-Brentano-Schule ihren alljährlichen Tag der Offenen Tür.
Einheimische und Auswärtige gleichermaßen nutzten das vielfältige Angebot, um sich über die Hochheimer Gesamtschule zu informieren: Eltern wollten sehen, was die Sprösslinge in den letzten Monaten so alles auf die Beine gestellt hatten, andere- den jetzigen Viertklässler an der Hand- hatten vor, sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, dass diese Schule auch tatsächlich für ihren Nachwuchs geeignet war.

Schulleiter Volker Jesinghausen und sein Team sowie die gesamte Schülerschaft war auf den Beinen, um ihre Schule zu präsentieren.

Stellwände zu den verschiedensten Themen wie beispielsweise der "Stationenarbeit Ägypten", den Unterrichtsergebnissen zu Berufen und Arbeitsleben und den Austauschprogrammen- die IGS bietet Schüleraustausch nach Frankreich, Ungarn und in die USA an- informierten über die Tätigkeiten der Schüler und Lehrer.

Das Schulorchester gab eine Kostprobe seines Könnens zum Besten, Schauexperimente in Chemie und Physik verdeutlichten, dass Naturwissenschaften durchaus spannend sein können, und Schwarzlichttheater-Aufführungen zeugten davon, dass auch musisch-kulturelle Dinge auf der Heinrich-von-Brentano-Schule ihren Platz finden.
Mehrere Schulführungen durch das Gebäude standen auf dem Programm, bei denen unter anderem die neue Bibliothek mit Flachbildschirmen, der Computerraum mir 30 brandneuen PC-Arbeitsplätzen sowie natürlich die neue Mensa, die in ihren knallig-bunten Farbtönen und mit gesunder Verpflegung sowohl Schüler als auch Lehrer anlockt, besichtigt werden konnten.
Während des Tag der Offenen Tür war hier ein Kuchenbuffet riesigen Ausmaßes aufgebaut; weit über 70 Kuchen und Torten hatten die Eltern gespendet.

Direktor Jesinghausen, der allen Kindern, die ihm über den Weg liefen, freundschaftlich auf die Schultern klopfte und seinerseits von den Schülern fröhlich begrüßt wurde, berichtete, dass das Nachmittagsprogramm einen durchschlagenden Erfolg hat. Von den knapp 700 Schülern und Schülerinnen nehmen ca. 600 an der pädagogischen Mittagsbetreuung teil, die in drei Module gegliedert ist: Mittagessen, AG-Angebote sowie Hausaufgaben-Betreuung und Hausaufgaben-Hilfe.

Als zusätzliches Angebot kann ebenfalls die Präsenz des Jugendmigrationsdienstes gewertet werden, der ausländische Jugendliche bei Sprachkursen unterstützt, bei Bewerbungen hilft und einfach für Fragen und Probleme da ist. Meike Trommer, Schulsozialarbeiterin der Heinrich-von-Brentano-Schule, arbeitet eng mit den Diplom-Pädagogen Tim Kurt und Svenja Schumacher, die individuelle Beratungsgespräche anbieten und sich um Lösungen von kultur- und integrationsbedingten Problemen bemühen, zusammen. An einem eigenen Stand informierten sie über ihre Arbeit.
Schräg gegenüber berichteten Jugendliche über den Schülersanitätsdienst an der IGS. 20 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7-10 absolvierten im Herbst diesen Jahres eine Erste-Hife-Ausbildung beim Deutschen Roten Kreuz Hochheim und fühlen sich nach eigenen Angaben nun auch in der Lage, im Ernstfall tatsächlich eingreifen und helfen zu können.

Wenn es um’s Helfen geht, dann sind auch die Schulmediatoren zur Stelle- Streitschlichter, die für Lösungen von Konflikten der Schülerschaft sorgen und gemeinsam mit den Betroffenen diskutieren, wie ein Streit auf friedlichem Wege beigelegt werden kann.

Der Förderverein der Integrierten Gesamtschule Hochheim unterstützte die Ausbildung neuer Mediatoren mit einem Betrag von dreihundert Euro.

Am Infopoint direkt gegenüber des Eingangs wurde durchgängig über diese und andere Aspekte des Schulalltags, beispielsweise dem Lernbüro, in dem "Flüsterzone" herrscht, berichtet.

Ein eigener Bereich stand auch dieses Jahr wieder weiterführenden Schulen aus der Umgebung zur Verfügung, die sich vorstellten und ihrerseits über Schulprogramme- und ziele informierten.

Jeder Jahrgang war beim Tag der Offenen Tür vertreten, und so machten  beispielsweise Leana und Tim aus der 6. Klasse durch den Verkauf von selbstgebastelten Lesezeichen auf die Lesescouts-AG aufmerksam. Hierin basteln, lesen und diskutieren die Kinder nicht nur, sondern sie lernen auch, richtig vorzulesen und in der Aula mit einem Mikrofon in der Hand öffentlich aufzutreten und zu sprechen.

Am Vormittag des 24. Novembers konnten in der Aula die besten Projektprüfungen der Neuntklässler bewundert werden und die bunte Palette von Themen reichte hierbei vom Kakaobaum und der Küche der Toskana über gefährliche Fischarten, der Kartoffel und Käsesorten bis hin zur Crêpes-Herstellung, um nur einige zu nennen. Schüler und Schülerinnen standen den Besuchern Rede und Antwort und wer schnell genug war, dem wurde auch gleich ein leckeres Crêpes frisch zubereitet, der durfte Tofu und Baklavas probieren.

Während die älteren Schüler also ihre Projekte vorstellten, sangen die Fünftklässler im oberen Stockwerk vor der Übergabe der Lions-Quest-Materialien voller Begeisterung "Willi Wumm". Obwohl der Jahrgang nur ein einziges Mal geprobt hatte, klappte es gut und Schulleiter Jesinghausen sang den Refrain unbefangen mit, bevor er zum ernsteren Teil überging und von Herrn Dr. Jürgen Riehl, Präsident des Lions-Club Hochheim, zum wiederholten Male die Lions-Quest-Ordner überreicht bekam. Das Programm unterstützt auf dem Weg zum Erwachsenwerden, auf dem Weg zur Selbstfindung also, und hilft, im Klassenverband Verhaltensregeln zu erarbeiten, die ein friedliches Miteinander und selbstbewusste Entscheidungen fördern. Wesentliche Ziele, die Herr Dr. Riehl grob anriss, sind hierbei sowohl Toleranz und Achtung vor Anderen, als auch Vertrauen, Engagement und Eigenverantwortung. Hohe Ziele also, aber die Ziele sind es schließlich, die den Weg bestimmen.

Und die Heinrich-von-Brentano-Schule, die befindet sich weiterhin auf einem vorbildhaften Weg- einem Weg, den Eltern ihre Kinder mit gutem Gewissen gehen lassen können!

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